Mittwoch , 20 September 2017
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nTLD: Steht das Internet vor einer Revolution?

nTLD: Steht das Internet vor einer Revolution?

Es ist eng geworden im Internet. Kurze, prägnante De-Domains sind schon seit Jahren kaum noch zu finden. Ähnlich sieht es im internationalen Raum mit den beleibten Com-Domains aus. Abhilfe sollen ab nächstem Frühjahr die „new Top Level Domains“ (nTLD) schaffen. Bis zu 1.000 neue Domainendungen werden für riesige Auswahlmöglichkeiten bei Internetadressen sorgen. Verlieren die etablierten Domains damit an Bedeutung? Oder werden die Internetnutzer die neuen nTLD-Adressen nicht annehmen?

Mehr Auswahl dank nTLD-Adressen

Derzeit überschlagen sich die Webhoster mit Werbekampagnen im Internet, mit denen sie daran erinnern, sich schon jetzt die attraktivsten nTLD-Adressen zu sichern. Tatsächlich werden sich wohl Internetnutzer auch hierzulande daran gewöhnen müssen, dass das Internet nicht gleichbedeutend mit der Endung „de“ ist. Bis zu 1.000 neue Endungen stehen demnächst zur Auswahl. Darunter beispielsweise regionale und lokale Domains wie „.berlin“, „.koeln“ oder „nrw“. Betreiber von Online-Shops werden zudem an der neuen Top-Level-Domain „.shop“ interessiert sein oder an den so genannten Genre-Endungen wie „camera“ oder „.bike“.

Hohe Streuverluste bei alternativen Domains

Bislang haben sich vor allem deutsche Internetnutzer mit anderen Top-Level-Domains als dem bekannten „de“ sehr schwer getan. Alternative internationale Endungen wie „biz“, „net“ oder „org“ spielen kaum eine Rolle. Dass viele Online-Marketing-Experten der Meinung sind, dass selbst die schlechteste De-Domain besser sei als die beste Net-Seite, kommt nicht von ungefähr. Jeder Betreiber einer Website, der nicht auf eine De-Domain setzt, muss bei jeder Marketing-Kampagne mit riesigen Streuverlusten rechnen. Die deutschen Internetnutzer merken sich nur den Namen der Website und fügen das „de“ gedanklich automatisch an. Wenn Sie also eine Werbekampagne für eine Biz-Domain durchführen, wird sich darüber einer immer besonders freuen: derjenige, der die gleichnamige De-Domain betreibt.

Neue Google-Gewichtung wird mit Spannung erwartet

Ein weiterer entscheidender Grund dafür, warum es alternative Top-Level-Domains so schwer haben, ist der Suchalgorithmus von Google. In den SERPs werden nämlich nachweislich inländische Domains bevorzugt. Wer Experimente bei seiner Internetadresse eingeht, muss also mit Wettbewerbsnachteilen rechnen. Doch zumindest dieser Vorteil von „de“ wird in naher Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit wegfallen. Die Internetseiten mit nTLDs werden das derzeitige Ranking gehörig durcheinander wirbeln. Wie stark dabei die Domains wie „.shop“ gewichtet werden bei offensichtlichem Kaufinteresse eines Nutzers oder „.bayern“ bei einem Suchenden aus Süddeutschland, kann derzeit nur Google beantworten. Alleine die Möglichkeit, dass die nTLD vielen etablierten DE-Domains den Rang ablaufen könnten, bedeutet jedoch, dass für Webmaster dringender Handlungsbedarf besteht. Sichern Sie sich attraktive Internetadressen, die Ihnen gefährlich werden könnten – bevor es jemand anderes tut!

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Über Markus

Markus studiert Online Marketing Manager SMA und betreibt die SEO Agentur SeoKo in Koblenz.

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